Kundenanlass mit Mike Müller

Er stellt Burri Hanspeter und Mergim Muzzafer dar. Er parodiert Toni Brunner und Kim Jong-Un. Er war Teil der Late-Night-Show «Giacobbo /Müller» und er spielt Luc Conrad, den Bestatter aus der gleichnamigen Fernsehserie. Doch Mike Müller hat deutlich mehr Facetten. Er hat ein abgeschlossenes Philosophiestudium, ist Autor und spielt regelmässig auf Theaterbühnen. Er war schon als Taxifahrer tätig – und tatsächlich auch als Totengräber. Auf Einladung von TREUHAND|SUISSE, Sektion Zentralschweiz, hatten am Freitag in Sempach 750 Personen die Möglichkeit, eine andere Seite des gebürtigen Olteners kennenzulernen. Er erzählte von den Sonn- und Schattenseiten seines Berufs. Dieser sei toll, aber längst nicht immer nur lustig. Das Schreiben etwa könne sehr anstrengend sein. «Der Ausschuss ist enorm. 95 Prozent der Pointen kommen nie in ein Programm.» Mit Blick auf sein Publikum – Treuhänderinnen und Treuhänder sowie ihre Kundinnen und Kunden – ging Müller auch auf die Finanzen ein, sprich die Mittelbeschaffung. «Banker reden am liebsten von Kunst, Künstler am liebsten von Geld.» Zudem sprach er von den Strapazen einer Filmproduktion: Im Juni drehte das «Bestatter»-Team Szenen im Auto. Mit geschlossenen Fenstern. «Bei Temperaturen, bei denen die Polizei gera- ten hat, Scheiben einzuschlagen, wenn Tiere in einem Fahrzeug eingeschlossen sind.» Fazit: Müller war nicht mit dem Ziel gekommen, dem Publikum einen Schenkelklopfer nach dem anderen zu liefern. Dennoch gab es neben einem interessanten Einblick in seine Arbeit auch einiges zu lachen.

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